T-Mobile art award 2006 geht an Anna Jermolaewa
Wien, 18. Oktober 2006
Der T-Mobile art award 2006 geht an Anna Jermolaewa. Die in Russland geborene und in Österreich lebende Künstlerin wurde einstimmig von der fünfköpfigen Entscheidungsjury, bestehend aus Dr. Susanne Gaensheimer (Kuratorin Kunst nach 1945 Lenbachhaus München), Dr. Agnes Husslein (designierte Direktorin Österreichische Galerie Belvedere), Prof. Brigitte Kowanz (Professorin an der Universität für angewandte Kunst Wien), Markus Schinwald (Künstler, Preisträger T-Mobile art award 2005) und Dr. Georg Pölzl (Vorsitzender der Geschäftsführung T-Mobile Austria) zur Gewinnerin gekürt. „Anna Jermolaewa hat vor allem durch ihre eigenwillige und radikale Arbeit, aber auch mit ihrer Art und Weise wie sie sich mit existentiellen Themen auseinandersetzt, überzeugt“, so Pölzl. Zweistufiges Auswahlverfahren Der T-Mobile art award basiert auf einem zweistufigen Auswahlverfahren. Die Kunst- und Kommunikationsagentur art:phalanx hat auch dieses Jahr wieder 20 Expertinnen und Experten aus dem Kunstbereich eingeladen, jeweils eine Künstlerin bzw. einen Künstler für den T-Mobile art award zu nominieren. Aus dieser Nominierungsliste hat die Entscheidungsjury Anfang September die Preisträgerin Anna Jermolaewa ermittelt. „Ich freue mich besonders, dass wir auch heuer wieder eine so vielversprechende und spannende Arbeit mit dem T-Mobile art award auszeichnen und eine aufstrebende Künstlerin wie Anna Jermolaewa fördern und ihr Werk näher kennenlernen können“, sagt Pölzl. Der mit 15.000 Euro dotierte T-Mobile art award stellt ein kontinuierliches Förderinstrument für österreichische Kunst dar. Ziel des Preises ist es, die Arbeit einer/s jungen, herausragenden Kunstschaffenden, die in Zusammenhang mit Herausforderungen der globalen Gesellschaft steht, auszuzeichnen. Der Preisträger bzw. die Preisträgerin soll in seinem/ihren Weg bestärkt werden. Für die Preisvergabe kommen ausschließlich Künstler bzw. Künstlerinnen in Frage, die nach 1960 geboren wurden und österreichischer Herkunft sind, bzw. seit zumindest drei Jahren in Österreich leben. Die Auswahl unterliegt keinen medialen Einschränkungen, d.h. alle Sparten der bildenden Kunst werden berücksichtigt. 2005 wurde der T-Mobile art award erstmals verliehen. Preisträger war der Künstler Markus Schinwald. Umfangreiches Kunstengagements von T-Mobile T-Mobile arbeitet mit Künstlern auch über einen längeren Zeitraum zusammen. Nicht zuletzt deshalb hat Markus Schinwald den Auftrag erhalten das Foyer des T-Centers zu gestalten. Schinwald hat einen rund 100 Quadratmeter großen Vorhang hinter dem Empfangscounter des T-Centers installiert. Auf dem magenta-farbenen Vorhang ist ein Stich aus dem 19. Jahrhundert aufgedruckt, der die Anfänge der Telekommunikation zeigt. Damen, die in einer Schaltzentrale emsig Leitungen umstecken. Der Künstler führt mit diesem Kunstwerk die rasante Entwicklung der weltweiten Vernetzung vor Augen und schafft gleichzeitig durch Material und Sujet einen spannenden Kontrast zur zeitgenössischen Architektur des T-Centers. Junge Kunst fördern: art studios im T-Center T-Mobile hat den Umfang seines Kunstengagements erweitert und gemeinsam mit der WED (Wiener Entwicklungsgesellschaft für den Donauraum AG) Räumlichkeiten im Umfang von rund 800 m² adaptiert: Im Erdgeschoss des T-Centers am Rennweg sind so zehn Künstlerateliers entstanden. Insgesamt wurden acht Künstlerinnen und Künstler für ein Atelierstipendium von T-Mobile und art:phalanx ausgewählt. Nominiert wurden diese von den mit T-Mobile kooperierenden Galerien. Die Ateliers sollen dazu dienen, junge österreichische Talente zu fördern. Alle Stipendiaten sind nach 1970 geboren und besitzen die österreichische Staatsbürgerschaft. Neben den acht Jahresstipendien vergibt T-Mobile die verbleibenden zwei Ateliers an Künstlerinnen und Künstler, die Raum für projektbezogene Arbeiten benötigen oder für eine Auftragsarbeit nach Wien kommen – Alter und Nationalität sind hier nicht ausschlaggebend. Der Zeitrahmen ist auf drei Monate festgelegt. Nach einem Jahr werden die in den art studios entstandenen Arbeiten in einer Ausstellung im T-Center präsentiert. Das Projekt „T-Mobile art“ wird von der Kunst- und Kommunikationsagentur art:phalanx, insbesondere von Hans-Peter Wipplinger (Geschäftsführung) und Dorothea Köb, (Projektleitung) betreut. |
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